Vollentsalzungsanlage Eisenhüttenstadt

Auftraggeber

Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke GmbH (VEO)

Projektdaten

Projektvolumen: ca. 702.000 €
Bearbeitungszeitraum: 2001-2002

Auftrag

Im Rahmen des Auftrags wurden folgende Dienstleistungen durchgeführt:

  • Planung (basic/detail) und Ablauforganisation
  • Lieferung und Montage
  • Inbetriebnahme und Probebetrieb zusätzlicher Komponenten für die vorhandene Vollentsalzungsanlage
  • Termin- und Kostensteuerung
  • Auftrags- und Rechnungswesen
  • Qualitätsmanagement

Projekt

Die vorhandene Vollentsalzungsanlage besteht aus zwei Straßen mit Vorreinigung (Belüftung, Kiesfilter), Kationenaustauscher, Rieseler, Anionenaustauscher und Mischbett. Die Nennleistung der Anlage beträgt 2 x 90 m³/h. Als Rohwasser dient Brunnenwasser mit einem CSB von 7 mg/l. Obwohl dieser Wert nicht ungewöhnlichhoch ist, kam es doch zu einer Schädigung der Anionenaustauscher-Harze, so dass Sonderbehandlungen mit alkalischer NaCl-Lösung notwendig wurden. Der DOC des Deionates ist zeitweise > 0,2 mg/l. Da eine Erschöpfung der Tiefbrunnen sowie ein stetiges Sinken des Grundwasserspiegels zu beobachten sind, ist eine spätere Umstellung der Vollentsalzungsanlagevon Tiefbrunnenwasser auf Oberflächenwasser vorgesehen.

Die neue Wasseraufbereitungsstufe und die Optimierung der vorhandenen Vollentsalzungsanlage soll zum einen die zur Zeit auftretenden Probleme (Schädigung der Anionenaustauscherharze durch Organik) lösen und zum anderen bereits der Vorbereitung auf die zukünftige Nutzung von Oberflächenwasser dienen.

Umsetzung

Das Projektmanagement und Design für die neue Teilanlage der Wasseraufbereitung wurde durch hochqualifizierte Fachingenieure durchgeführt. Dazu wurde der technische und bauliche Ist-Zustand vor Ort aufgenommen und die Schnittstellen zwischen vorhandenen und Neuanlage sowie die erforderlichen Bauleistungen mit dem Auftraggeber abgestimmt.

Durch den Einsatz des Projektmanagementsystems GRANID wurden einheitliche organisatorische Verfahrensabläufe vorgegeben. Damit wurde sichergestellt, daß alle Tätigkeiten, welche im Rahmen der Planung, Lieferantenauswahl und Realisierung der neuen Anlage notwendig waren, in nachvollziehbarer und kontrollierbarer Art und Weise umgesetzt werden konnten.

Durch das übergeordnete Leitsystem wurde eine Redundanz in der E- und Leittechnik für verschiedene Anlagenteile der Wasseraufbereitung erreicht und ein vollautomatischer Betrieb realisierbar. Durch die Installation der Aktivkohlefilteranlage und weiterer Optimierungs- und Umbaumaßnahmen in den Vollentsalzungsstraßen konnte die organische Belastung der nachfolgenden Vollentsalzungsanlage wesentlich verringert und somit der DOC-Wert im Deionat erheblich gesenkt werden.