Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (Schiene) - VDE

Auftraggeber

Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (heute DB Projekt Verkehrsbau GmbH/PVB)
Im Auftrag der DB AG und anderer Besteller

Projektdaten

Projektvolumen: ca. 19,7 Mrd. € (VOB/VOL)
Bearbeitungszeitraum: 1992-2015

Auftrag

Zentrales Projektcontrolling für alle Projekte der Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit (PBDE)

  • Aufbau- und Ablauforganisation
  • Termin- und Kostensteuerung
  • Qualitätsmanagement und strategisches Controlling
  • Auftrags- und Rechnungswesen
  • Aufbau und Pflege des projektübergreifenden Informations- und Kommunikationssystems GRANID
  • Sicherung des internen und externen Berichtswesens

Projekt

Mit der 1990 erfolgten Zusammenführung der beiden deutschen Staaten wurde die Eisenbahninfrastruktur vor eine enorme Herausforderung gestellt. Die lange Zeit getrennten Schienennetze der Deutschen Bahn und der Deutschen Reichsbahn mussten zusammengeführt, neue Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut und bestehende Teilnetze instandgesetzt werden.
1992 erteilte die PBDE - Projektgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit, eine Tochtergesellschaft der beiden Bahnen, der gibGREINER den Auftrag, für die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit-Schiene ein zentrales Projektcontrolling aufzubauen, zu organisieren und zu betreiben.

Das Projekt besteht aus Teilprojekten mit einer Vielzahl einzelner Bauwerke. Die Einzelprojekte sind großflächig, mit teilweise weit auseinander liegenden Projektzentren organisiert. Nachfolgende einige technische Parameter des Projektes:

  • ca. 1.700 km Neu- und Ausbaustrecken
  • ca. 3.400 km Elektrifizierung
  • ca. 700 km Bahnstromleitungen
  • ca. 150 Bahnhöfe (Anpassung/Umbau)
  • ca. 1.100 Straßen-/Eisenbahnbrücken
  • ca. 65 km Tunnel
Die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit-Schiene umfassten ursprünglich neun Einzelprojekte an jeweils unterschiedlichen Standorten. Die Zahl der Einzelprojekte erhöhte sich während der Projektlaufzeit auf 63, die Zahl der Projektzentren auf 18.

Umsetzung

Mit dieser komplexen Organisationsanforderung, dem großflächigen Projektgebiet mit zahlreichen Linienbaustellen, einer Vielzahl an Baumaßnahmen, welche unter „laufenden Rad“ abgewickelt werden mussten, war der Anspruch an das Zentrale Projektcontrolling, eine Projektplattform zur Verfügung zu stellen, welche die Ansprüche einer Multiprojektmanagement-Organisation erfüllte.

Um dem gerecht zu werden, wurde dem Zentralen Projektcontrolling für jedes Einzelprojekt eine dezentral organisierte örtliche Projektsteuerung zur Seite gestellt. Diese war für die dezentrale Umsetzung der zentral vorgegebenen Prozessabläufe bei den beauftragten Projektbüros zuständig. Aufgabe der Projektplattform war es, die zentrale Zusammenführung der dezentral aufbereiteten Projektdaten mittels einer großflächigen Kommunikations-Infrastruktur umzusetzen.

Für die laufende Einbindung der Geschäftsführung/der Aufsichtsgremien in das Projektcontrolling wurde ein mehrstufiger Projektmonitor installiert, welcher sowohl die Historie, den Status wie auch die zu erwartende Entwicklung eines jeden Einzelprojektes aktuell darstellte. Im Berichtswesen wurde monatlich die Gesamtentwicklung der Kosten, Termine, Verträge und des Rechnungswesens dokumentiert. Mehr...